Céad míle fáilte - Herzlich Willkommen !

Ein Auszug aus der "Gebrauchsanweisung" zum Haus für unsere Gäste


Liebe Gäste!

Unser Haus sei Euer Haus, lebt darin, aber lasst es leben.

Wenn Ihr das Gate gefunden habt und auch den richtigen Schlüssel zur Haustür (Yale), ist es zunächst wichtig, erst einmal den Hauptschalter für die gesamte Stromversorgung einzuschalten (auf „on“). Wer im Dunkeln kommt, sollte eine Taschenlampe mitnehmen.

Dieser Schalter liegt, wenn man durch die Haustür kommt, hinter der 3. Tür links und dann ganz rechts oben an der Schalttafel.

Im Haus sollte man sich zunächst einmal zurechtfinden, d. h. auch die Schränke und Schubläden öffnen, um zu sehen, was an Notwendigem darin ist. In den Schubladen in der Mitte des Sidebords findet Ihr Glühlampen. In dem Hängeschrank in der Küche sind oft noch Lebensmittel wie Reis und Nudeln, Gewürze, Kaffee und Tee. Es wäre sinnvoll, diese Dinge zu verbrauchen, denn so mancher Gast hat wieder etwas übrig und lässt dass es für den nächsten da.

Ganz wichtig ist, dass Sie sich merken, wo die Feuerlöscher sind. Im Ernstfall kann man nicht erst in der Hausordnung suchen.

Der letzte Straßenabschnitt von 450 Metern zu unserem Grundstück wird von uns regelmäßig ausgebessert. Aber da wir uns den Weg mit den Traktoren teilen, die den Torf aus dem Moor holen, kommt es schon vor, dass er zeitweise verschlammt ist oder  Schlaglöcher aufweist. Meist sieht er jedoch schlimmer aus als er ist, und wir haben in mehr als 20 Jahren keine Probleme gehabt. Bei starker Abnutzung durch die Traktoren kann aber manchmal Schrittgeschwindigkeit auf einigen Abschnitten notwendig sein.

Heizung: Wir haben eine Warmluftheizung, die mit einem Ölbrenner betrieben wird. Diese funktioniert seit Jahren einwandfrei, und nach Inbetriebnahme ist das Haus in kurzer Zeit warm. Was man allerdings nicht machen sollte und was mir auch schon passiert ist, einen Koffer auf den Austritt des Lüftungsschachtes stellen (kleines verstellbares Gitter). Die Heizung bitte nur an dem Thermostaten, der  sich an der kleinen Wand neben dem Küchenbartisch befindet, ein- und ausschalten. Weitere Bedienungsanleitung an der Tür zur Heizung.

Gemütlich ist natürlich auch ein Feuer im Kamin. Ein Vorrat von Anmachholz liegt in dem kleinen Raum hinter der Garage, dort wo auch die Pumpe für die Wasserversorgung steht. Wir empfehlen, die Briketts, die fast in jedem Supermarkt, aber auch in kleinen Lebensmittelläden zu haben sind. Nur möchten wir bitten, nicht Torf von den aufgeschichteten Haufen, die sich im Moor befinden, zu entwenden. Ich könnte mir vorstellen, dass unsere irischen Nachbarn da sehr empfindlich reagieren würden.

Wäsche waschen: Im Hause sind übrigens eine gute, neue Waschmaschine, ein Trockner sowie eine Wäschespinne. Zum Trocknen der Wäsche bei gutem Wetter empfiehlt es sich aus ökologischen Gründen und Stromerersparnis, die Spinne zu benutzen. Diese sollte immer in der Garage stehen. Das dazu gehörige Loch in der Wiese ist von innen gesehen links von der großen Wohnzimmer-Fensterscheibe. Das Loch sollte mit einem daneben liegenden Kunststoffrohr bei Nichtbenutzung verschlossen werden (damit man es in der Wiese wiederfindet).

Ärztliche Versorgung:
Bei kleineren Wehwehchen kann man das „Health-Center“ in Gorteeny aufsuchen. Das ca. 60 m² große Haus ist schräg gegenüber dem Pub (Öffnungszeiten bei Mary/Noele erfragen).

Zwei Arztpraxen sind auch in Portumna: Dr. Brogan, Portumna, Tel. 090-9741146, Mobile 0872852060 und Dr. Fahey (?) Tel. 090-974657 (Adressen bitte bei Mary/Noele erfragen).
Weitere Hilfe finden Sie im: Medical Center Scarriff Tel. 06192 1123.
Familien-Doktor-Service Tel. 1850 212 999. Notruf Tel. 999.
Die nächsten Krankenhäuser sind in Ballinasloe Tel. 090-9648200 und Galway University Hospital Tel. 091-524222.
Soweit wir selbst erfahren haben, ist überall freie Behandlung, wenn ein Auslandskrankenschein, oder jetzt die neue, blaue internationale Plastikkarte, einer deutschen Krankenkasse vorgelegt wird.

Endreinigung: Diese lassen wir durchführen und berechnen die Selbstkosten von 60,00 €. Wir erwarten jedoch, dass Geschirr und Bestecke sowie Töpfe und Pfannen von Ihnen sauber gespült werden. Den Kühlschrank bitte ausräumen. Die Toilette „wie zuhause“ hinterlassen! Die braunen Rückstände vom Wasser lassen wir entfernen.

Rundweg am Haus
In den letzten Jahren haben wir den Fußweg um unsere kleine Halbinsel gepflegt, so dass Sie geruhsam einige Schritte machen können, um vielleicht auf der Bank, die an „Conors Harbour“ liegt, zu entspannen. Dort liegt, von Schilf und Binsen umringt, eine ca. 150 m² große Wasserfläche, die unsere „Kinderbadeanstalt“ ist. Die Wassertiefe liegt zwischen 30 und 40 cm, so dass Kinder dort plantschen können. Von dort geht eine Schneise durch das Schilf, wo Erwachsene nach einigen Metern frei schwimmen können. Den Kindern bitte unbedingt einschärfen, dass sie die Bucht durch die Schneise nicht verlassen dürfen. Wegen der kleinen Steine wäre es sinnvoll, Badeschuhe zu tragen.

Rechts von dem Schild „Conors Harbour“ wächst Minze, und ich muss immer, wenn ich dort bin, eine Kanne von der frischen Minze trinken. Manchmal kommt auch ein Fischreiher vorbei; aber in jedem Fall hört man am Abend das Geschnatter der Wildenten.

Vom R u n d w e g können Kinder durch den Busch durch einen geheimen Weg in das Piratenlager gelangen, wo wir im Mai 2006 einen regendichten Indianerwigwam aufgestellt haben. Tristan und Simon verstecken schon einmal das Hinweisschild, denn es soll natürlich „geheim“ bleiben. Aber auch ohne Schild werden Sie den Wigwam durch den Busch stehen sehen. Wir werden in der nächsten Zeit noch weitere Höhlen und Verstecke herrichten. Auf dem Wege zum Wigwam ist ein Kletterbaum, von dem aus man die Piraten frühzeitig kommen sehen kann. Neben der Küche ist eine große Baumschaukel.
Auch Brombeeren können Sie im Herbst bei uns und in den anliegenden kleinen Straßen pflücken.
Von den vielen Wacholderbüschen, die bei uns stehen, können Sie Wacholderbeere für Ihre Gerichte pflücken. Der Hit ist allerdings, wenn Sie sich einige Zweige mit Beeren daran von den Wacholderbüschen abschneiden und mit nach Hause nehmen. Dann einen 10-12 cm langen Zweig in eine Flasche mit 38%igem Korn stecken, und nach ca. einer Woche haben Sie einen wunderbar duftenden Wacholderschnaps, den Sie Ihren Gästen als GIN „in the manner of Spa House“ anbieten können. Das Etikett dazu erhalten Sie mit der Buchungsbestätigung. Eine Flasche für den Probeschluck sollte immer auf dem Küchenbartisch stehen.

Regentage: Diese gehören zu Irland aber im Haus braucht es daher nicht langweilig zu werden. Endlich, was man schon immer wollte: lesen. Im Haus sind jede Menge Bücher.

* Romane (von den Gästen da gelassen) * Irland: Romane, Reisebeschreibungen * Sachbücher: * Flora, Fauna, Vögel, Pilze * Englisch: Leerbücher, Romane, Sachbücher * Zwei Ordner „Wohin“ mit weit mehr als Hundert Prospekten von Ein- und Mehrtagestouren * Ein Ordner: “Was kochen wir heute?“ und einige Kochbücher. Insgesamt ca. 200 Rezepte aus Europa, Asien und Irland.

Eine Stereoanlage mit einer kleinen Auswahl von CDs.
Für Kinder sind im Sideboard rechts und im oberen Schrank in dem Schlafzimmer mit Seeblick jede Menge Spiele, jedoch bitten wir auch dort etwas Ordnung zu halten, vor allen Dingen die Puzzle nicht durcheinander zu bringen. Für die Älteren ein Computer-Schachspiel. Kinderbücher sind im Zimmer mit dem Hochbett.
Und wer das alles nicht möchte kann sich vor das Wohnzimmerfenster setzen und sehen, wie Schwäne und Boote auf dem See vorbeiziehen.

Wenn Sie Hilfe in irgendeiner Form benötigen, können Sie sich an Noel oder Mary wenden Tel. 09097 49376 (Tel.-Nr. sind auch auf kleinen Schildchen im Haus hinterlegt). Noel ist unser Caretaker und Mary besorgt die Endreinigung. Wenn Sie nun nicht gerade die Bundeskanzlerin oder ein Präsident eines Staates sind, können Sie sich dort oder auch anderswo getrost mit Ihrem Vornamen vorstellen. Das schafft Nähe und verbindet.
Dazu eine kleine Geschichte, als noch unser leider verstorbener Conor Caretaker war:
Wir standen mit einem Gast und einigen Nachbarn vor Conors Haus, als der Gast Conor mit Mr Hogan anredete. Die Nachbarn hielten sich den Bauch vor Lachen und verbeugten sich jubelnd vor Conor. Das muss Ihnen ja nun auch nicht unbedingt passieren.

Wir wünschen angenehme und erholsame Urlaubstage.

Familie Kühn

PS Wenn Sie in den Morgenstunden nicht schlafen können und sich etwas Besonderes gönnen wollen, stehen Sie im Morgengrauen auf, schauen durch das Wohnzimmerfenster auf die Lichtung und auf den See. Erleben Sie für ca. 1 Stunde das Erwachen des neuen Tages. Zunächst sehen Sie nur die Fledermäuse, wie sie vor dem Fenster herfliegen, dann erwacht die Vogelwelt, die Sonne geht auf und taucht den Horizont in ein buntes Licht. Der See leuchtet goldfarbig, und die ersten Wildenten ziehen ihre Bahn.
So gestärkt kann der Tag kommen.

 © Günter Kühn