Galway - Atlantikküste - Connemara


Diese Tour vermittelt einen umfassenden Eindruck von der Vielgestaltigkeit der Landschaft. Auch wenn der Himmel am Morgen noch bedeckt ist, sollte man diese Tour machen.

Beginnend über Woodford, Loughrea auf die T 21 nach Galway.
 

Einkaufsgasse in Galway (Foto Johne/Kolbe)
Ein kurzer Aufenthalt in Galway lohnt sich sicher, denn hier lacht das Herz dem, der mit Freude seine "Purse" erleichtern will. Es sind dort nette Lokale, kleine Musikbands spielen an der Straße, kurz ein vielschichtiges Treiben prägt den Eindruck. An der Hauptstraße liegt das Gebäude des Bürgermeisters Lynch, der das Todesurteil an seinem Sohn vollstreckte, wie man in den Büchern lesen kann. Heute ist hier eine Filiale der Bank of Ireland untergebracht. Bei der entsprechenden Saison kann man auch bei der Brücke in der Nähe von der großen Kirche Tausende Lachse den Corrib-River raufspringen sehen.

Dann weiter die R 337 - R 336 (L 100) über Salthill nach Spiddle. Kurz danach eine Badeanstalt im Atlantik, für alle, denen das Baden im offenen Meer zu gefährlich ist. Kinder können sich im gegenüberliegenden Kinderspielzentrum austoben. Bei Spiddle grüßen schon die ersten typischen strohgedeckten Häuser. Hinter Inveran auf der R336 nach Keenaunnagark lag auf dem Wege eine Fischräucherei, bei der man Lachs, Shrimps und Makrelen kaufen konnte. Nach einer weiteren Viertelstunde führt die Straße an einer Fabrik vorbei, die insofern interessant ist, daß Tausende Möwen eine kleine Bucht bevölkern. Hier gibt es auch eine Anlegestelle für die Schiffe zu den Araninseln. Automatisch führt die Richtung wieder auf die R 343 (L 100). Ein Abstecher auf die Halbinsel Carraroe ist besonders zu empfehlen. Hier gibt es kleine Badebuchten mit dem für uns seltenen Korallensand und kristallklarem Wasser. Um sich besser zurechtzufinden, ist es zweckmäßig, die Connemara-Karte 10 der Ordnance Survey Ausgabe mitzunehmen, da alle Straßenschilder nur in gälisch beschriftet sind

Dann geht es weiter auf der R 336 (L 100) in Richtung Maam Cross. Hier beginnt die typische Landschaft für Connemara. Hochmoore besiedelt von Besen- und Mittelmeerheide, Bergketten, wie die Maamturk Mountains östlich und die Twelve Pins westlich, bilden den Horizont. Zauberhafte Eindrücke, die mich jedes Jahr immer wieder neu begeistern. Wenn sie auch nicht mit den "Europäischen Alpen" vergleichbar sind, wäre eine Bergtour ein tolles Erlebnis. Der höchste Berg in den Maamturk Mts ist 669 m hoch. Der höchste in den Twelve Pins, der Benbaum, 724 m. Oft habe ich es mir vorgenommen wenigstens einen dieser Berge zu besteigen, aber nie, in fast 20 Jahren Gelegenheit dazu gehabt.

Kleine Seen schimmern aus der Heide. Etwa 300 Loughs, so sagte man, liegen hier in Connemara. Doch nicht jeder See ist ein "echter Lough". Im Küstengebiet ist es oft ein Atlantikarm, den man durch die Gezeitenwechsel als solchen erkennen kann.

Wer etwas Typisches aus Connemara mitbringen will, kann ein Souvenir aus dem grüngemustersten Connemara Marmor in fast jedem Dorf erwerben. Das Besondere ist wohl ein „Connemara Ei“.

Wer viel Zeit hat, sollte am Screeb Lough die R 340 (L 102) nehmen um nach Recess einen Umweg zu machen. Vielleicht die Küstenstraße R 340 (L 102) über Kilkiran und Carna auf die N 59 (T 71) oder die Abkürzung auf der kleinen in manchen Karten gelben Straße bei Derryrush, welche nördlich am Fuß des Nabrocky wieder in die Nähe vor Cashel auf die R 340 (L 102) führt. Bei schönem Wetter eine Gelegenheit den Reiz dieser Landschaft zu genießen. Immer noch Connemara, im Norden die Hügel der Maamturk Mountains.

Bei der N 59 (T 71) angekommen über Recess weiter in Richtung Maam Cross. Von hier aus ist man in ca. 1/2 Stunde in Oughterard, einem kleinen Touristendorf, und nach einer weiteren knappen 1/2 Stunde wieder in Galway.

In Galway ist noch ein vorletztes Mal Gelegenheit an den Kühlschrank in Kylenamelly zu denken. Denn so spät kann es gar nicht sein, das die Shops nicht noch geöffnet hätten.

Die gesamte Route ist ca. 250 - 300 km. Wer jedoch alle Umwege mitmacht, muß etwas früher aufstehen.
 
 


Galway (Foto Johne/Kolbe)