Aran Inseln

Warum nicht einmal zu den Araninseln fahren? Die drei Inseln: Inishmore, Inishmaan und die kleinere Insel Inisheer, bekannt durch das Theaterstück „Riders to the Sea“ und Robert Flaherty’s Film „Man of Aran“ 1934. Sie fahren am besten zu der Insel Inishmore. Das ist die größte Insel und gut mit dem Flugzeug oder dem Boot zu erreichen. Allerdings sollte schon eine größtmögliche Garantie auf sonniges Wetter sein, denn die Insel ist steinig, ähnlich den Burren. Nur dann leuchtet das grüne Gras zwischen den grauen Steinen so interessant. Im September 2006 bin ich zum 2. mal dort gewesen und ich war wirklich begeistert. Vom Haus bis zum Flugplatz kurz hinter Inveran sind es ca. 110 km aber zweieinhalb bis drei Stunden sollte man schon einkalkulieren.

Also: Woodford - Loughrea

Richtung Galway, mindestens durch 10 Round a bouts nördlich von Galway vorbei in Richtung Salthill auf der R 336 durch Spiddle und nach ca. 10 km sieht man auf der linken Seite schon das Hinweisschild zum Flugplatz. Der Flug dauert weniger als 10 Min. und kostet hin + zurück (2006) € 45,00 pro Person. Leider war der Flug ca. 13.00 Uhr nicht ganz sicher und der weitere letzte Flug schon ausgebucht. Die einzige Frau, für alles in dem kleinen Abfertigungsraum zuständig, war telefonisch sehr bemüht uns zu helfen, riet uns aber doch am Ende, mit dem Boot zu fahren (€ 25,00 pro Person hin + zurück). Also, ca. 5 km weiter nach Rossaveel. Die letzte Fähre zurück ging 19.30 Uhr, also kein Problem. Es war schon ein richtiges kleines Schiff, auf dem schätzungsweise ca. 350 Personen Platz hatten.

In Inishmore angekommen, standen auch schon ca. 10 Kleinbusse bereit, um den Touristen die Insel für € 10,00 pro Person in einer Rundfahrt von zweieinhalb Stunden zu zeigen.

Ich denke, das ist eine gute Möglichkeit, in kurzer Zeit zunächst einen Gesamteindruck von der Insel zu gewinnen. Für den am Fotografieren Interessierten allerdings sehr unbefriedigend, denn der Bus hält nicht immer an den Stellen, wo man nun gerade ein tolles Motiv gesehen hat.

Zu empfehlen wäre vielleicht, eine dieser einspännigen Pferdekarren zu mieten. Ich könnte mir vorstellen, wenn man einige Euro draufzahlt, jeden Haltepunkt bestimmen zu können.

Das allertollste wäre jedoch, sich ein Fahrrad zu mieten. Ich meine € 5,00 oder € 10,00 würde es kosten. Ich gebe allerdings zu bedenken, dass die kleinen Straßen sehr hügelig sind und man wohl manchmal absteigen muss. Egal wie man sich entscheidet. Inishmore ist sicher einen Ausflug wert, nicht nur der seltenen Landschaft mit den großen Steinflächen, aus deren Spalten die Vegetation quillt, sondern auch wegen der vielen historischen Stätten. Vielleicht sollte man eine Übernachtung einplanen. Auf Inishmore gibt es u. a. vier große Festungsanlagen.

Dun Aenghus

Dun Aenghus, das eindrucksvollste prähistorische Monument Europas, liegt an einer 100 m tiefen, senkrecht abfallenden Klippe. (Äußerste Vorsicht, nicht zu nah an den Rand treten, Fallböen!!!)  

Dun Eochla, eine fast runde Mauer umschließt einen Innenraum von ca. 25 – 30 m. Dun Eoghanacht und Dun Dubhchathair, die schwarze Festung.

Auf der Insel leben zurzeit 900 Menschen, wie unser Busfahrer auf seinem ca. Eineinhalbstunden ablaufenden Band während der Busfahrt erzählte. Hier auf der Insel ist auch eine bekannte Schule, auf der gälisch gelehrt wird. Während des ganzen Aufenthaltes darf nur gälisch gesprochen werden, und wer ein englisches Wort verliert, wird sofort von der Insel verwiesen.


Dun Dubhchathair

Nicht zuletzt würde ich empfehlen, dort frisch gefangenen Fish zu verzehren. Ich bestellte Fish und Chips für € 9,95 und war begeistert. Der Fisch roch und schmeckte nicht nach Fisch, genauso wie frischgefangener Fisch riechen und schmecken muss.

 © Günter Kühn